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Arsen ArtikelArsen ist ein chemisches Element in dem Periodensystem der Elemente mit dem Symbol As und der Ordnungszahl 33. (Zur Etymologie siehe den Abschnitt "Geschichte")
Merkmale
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| Allgemein
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| Name, Symbol, Ordnungszahl
| Arsen, As, 33
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| Serie | Halbmetalle
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| Gruppe, Periode, Block
| 15 (VA), 4, p
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| Aussehen | metallisch grau
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| Massenanteil an der Erdhülle
| 6 · 10-4 %
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| Atomar
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| Atommasse
| 74,92159
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| Atomradius (berechnet) | 115 (114) pm
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| Kovalenter Radius | 119 pm
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| van der Waals-Radius | 185 pm
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| Elektronenkonfiguration
| [Ar]3d104s24p3
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| Elektronen pro Energieniveau
| 2, 8, 18, 5
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| Oxidationszustände (Oxid)
| ±3, 5 (leicht sauer)
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| Normalpotential
| 0,234 (3 Elektronen)
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| Elektronegativität | 2,18 (Pauling-Skala)
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| Kristallstruktur | rhomboedrisch
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| Physikalisch
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| Aggregatzustand
| fest
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| Modifikationen
| 3
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| Dichte (Mohshärte)
| graues As: 5720 kg/m3 (3,5) gelbes As: 1970 kg/m3 (-) schwarzes As: 4700-5100 kg/m3 (-)
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| Magnetismus
| -
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| Schmelzpunkt
| 1090 K (817 °C) (bei 27,5 bar)
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| Siedepunkt | 887 K (614 °C) (Sublimation)
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| Molares Volumen
| 12,95 · 10-3 m3/mol
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| Verdampfungswärme | 34,76 kJ/mol
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| Schmelzwärme | 369,9 kJ/mol
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| Dampfdruck | -
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| Schallgeschwindigkeit
| -
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| Verschiedenes
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| Spezifische Wärmekapazität
| 330 J/(kg · K)
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| Elektrische Leitfähigkeit | 3,45 · 106 S/m (graues Arsen)
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| Wärmeleitfähigkeit
| 50 W/(m · K)
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| 1. Ionisierungsenergie | 947,0 kJ/mol
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| 2. Ionisierungsenergie | 1798 kJ/mol
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| 3. Ionisierungsenergie | 2735 kJ/mol
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| 4. Ionisierungsenergie | 4837 kJ/mol
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| 5. Ionisierungsenergie | 6043 kJ/mol
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| 6. Ionisierungsenergie | 12310 kJ/mol
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| Stabilste Isotope
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Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten benutzt. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Normbedingungen.
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Buch-Tipp: Arsen und Kartöffelchen. Die Beschreibung für das Buch " Arsen und Kartöffelchen. " fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster. | |
Arsen war schon in dem Altertum in Form von Arsen-Sulfiden (→ Auripigment) bekannt. Es wurde benutzt, um Silber goldartig zu färben. Darüber hinaus kam es als Malerfarbe und Enthaarungsmittel zu dem Einsatz.
Im Mittelalter wurde Arsenik in dem Hüttenrauch gefunden. Die Herstellung von Arsen erstmals von Albertus Magnus um 1250 erwähnt.
Der Ursprung des Namens Arsen scheint vom Mittelpersischen zarnik (goldfarben) durch semitische Vermittlung zu kommen, volksetymologisch vom Griechischen arsenikón (αρσενικόν), welches für männlich/stark steht. Diese Nennung gab Dioskurides in dem 1. Jahrhundert dem Mineral Auripigment aufgrund seiner starken Giftwirkung.
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Arsen kommt praktisch überall in dem Boden in kleinen Konzentrationen vor, selten gediegen als Scherbenkobalt, meist gebunden als Sulfid vermengt mit Metallsulfiden. Natürlich vorkommendes Arsen besteht zu 100 Prozent aus dem Isotop 75As.
Verwertbare Erze sind Realgar und Auripigment.
Die Hauptvorkommen der Arsenerze liegen in Russland, China, Schweden und Mexiko.
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Arsen kann durch das Erhitzen von Arsenkies (FeAsS) oder Arsenikalkies (FeAs2) unter Luftabschluss in liegenden Tonröhren gewonnen werden. Dabei sublimiert elementares Arsen, das an kalten Oberflächen wieder in den festen Aggregatzustand zurückkehrt.
Hochreines Arsen 99,99999 Prozent für die Halbleitertechnik wird hergestellt durch Reduktion von mehrfach destilliertem AsCl3 in dem Wasserstoffstrom zu Arsenmetall. Früher wurde es auch durch Sublimation aus Lösungen in flüssigem Blei erzeugt; dabei wird der Schwefel der Arsen-Erze durch das Blei in Form von Bleisulfid (PbS) gebunden. Die hierbei erzielten Reinheiten von 99,999+ Prozent waren jedoch für Halbleiteranwendungen nicht ausreichend. Eine andere Möglichkeit besteht in dem Auskristallisieren bei hohen Temperaturen aus geschmolzenem Arsen oder in der Umwandlung in Arsin (AsH3), einer sich anschließenden Reinigung sowie der Zersetzung bei 600 °C in Arsen und Wasserstoff.
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Arsen ist ein Halbmetall.
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Graues oder metallisches Arsen ist die stabilste Form des Arsen (Dichte = 5720 kg/m3). Seine Kristalle sind stahlgrau, metallisch glänzend und leiten den elektrischen Strom. Wie seine homologen Elemente Antimon und Bismut ist die graue Modifikation des Arsens sehr spröde. Deswegen werden dieses drei Element häufig auch als Sprödmetalle genannt.
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Tetraeder-Struktur des gelben Arsens
Wird Arsen-Dampf schnell abgekühlt, so bildet sich das metastabile gelbe Arsen (Dichte = 1970 kg/m3). Es besteht aus tetraedrischen As4-Molekülen. Gelbes Arsen ist ein Nichtmetall und leitet infolge dessen den elektrischen Strom nicht. Es kristallisiert aus Schwefelkohlenstoff und bildet kubische, stark lichtbrechende Kristalle, die nach Knoblauch riechen. Bei Raumtemperatur und besonders schnell unter Lichteinwirkung wandelt sich gelbes Arsen in graues Arsen um.
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Schwarzes Arsen selbst kann seinerseits in zwei verschiedenen Modifikationen vorkommen. Amorphes schwarzes Arsen entsteht durch Abkühlung von Arsen-Dampf an 100-200 °C warmen Oberflächen. Es besitzt keine geordnete Struktur, sondern liegt in einer amorphen, glasartigen Form vor, analog zu dem roten Phosphor. Die Dichte ist 4700-5100 kg/m3. Oberhalb 270 °C wandelt sich das schwarze Arsen in die graue Modifikation um. Wird glasartiges, amorphes schwarzes Arsen bei Anwesenheit von metallischem Quecksilber auf 100-175 °C erhitzt, so entsteht das metastabile orthorhombische schwarze Arsen, das mit dem schwarzen Phosphor vergleichbar ist.
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Arsen verbrennt an der Luft mit bläulicher Flamme zu einem weißen Rauch von Arsentrioxid (As2O3). Ohne äußere Wärmezufuhr findet die Reaktion mit Chlor ebenfalls unter Feuererscheinung statt.
Stark oxidierende Säuren, wie konzentrierte Salpetersäure oder Königswasser, wandeln Arsen in Arsensäure um. Ist die Oxidationsstärke weniger groß - bei Verwendung von verdünnter Salpetersäure oder Schwefelsäure etwa - entsteht Arsenige Säure .
Buch-Tipp: Schwermetalle in Böden Das Buch " Schwermetalle in Böden" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch. |
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Arsenwasserstoff (Arsin, Arsan), AsH3, ist ein giftiges, nach Knoblauch riechendes, farbloses Gas.
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- Arsentrifluorid (AsF3)
- Arsenpentafluorid (AsF5)
- Arsentrichlorid (AsCl3)
- Arsenpentachlorid (AsCl5)
- Arsentribromid (AsBr3)
- Diarsentetraiodid (As2I4)
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Arsen wird zu Bleilegierungen dazu gegeben um deren Festigkeit zu verbessern und das Blei gießbar zu machen. Vor allem die fein strukturierten Platten von Akkumulatoren können ohne Arsenzusatz nicht gegossen werden.
In der Elektronik spielt es als hochreines Element (mind. 99,9999 %) für Gallium-Arsenid-Wafer sowie in Form von Epitaxieschichten auf diesen Wafern, wie beispielsweise Indiumarsenidphosphid und Galliumarsenidphosphid, eine wesentliche Rolle in der Herstellung von Hochfrequenzbauelementen = Integrierte Schaltkreise(ICs), Leuchtdioden (LEDs) beziehungsweise Laserdioden (LDs). Es gibt Anfang 2004 global ca. drei Hersteller von hochreinem Arsen, zwei in Deutschland und einen in Japan.
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Arsen kommt in allen organischen Geweben vor. In dem Menschen wurde es zusammen mit Thallium in fast jedem Organ nachgewiesen (Blut enthält bis zu 8 ppm).
Die biologische Bedeutung des Arsen als Spurenelement ist noch nicht vollständig geklärt.
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Die so genannte Marshsche Probe ist der klassischer Nachweis in der Chemie und Gerichtsmedizin für Arsen.
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Metallisches Arsen zeigt wegen seiner Unlöslichkeit in dem Unterschied zu seinen löslichen Verbindungen ca. eine kleine Giftigkeit. Es sollte aber, da es sich an der Luft leicht mit seinen sehr giftigen Oxiden, wie dem Arsenik überzieht, immer mit größter Vorsicht behandelt werden!
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Weiteres zu dem Artikel Arsen | | Andere Leser interessierten sich auch für folgende Beschreibungen: | Aggregatzustand, Bismut, Isotop, Raumtemperatur, Schwefelkohlenstoff, Phosphor, K, Dioskurides, Ze, Quecksilber, Siedepunkt, Jahrhundert, Bestandteil, Elektronik, Abschnitt, Symbol | | Schnellzugrif auf verwandte Texte: | | | NEU! Frage im Forum zum Thema: | | Wenn die Beschreibung 'Arsen' Ihrer Meinung nach nicht korrekt ist oder in aktueller Version Fehler enthalten sind oder es fehlt die Arsen Definition, dann klicken Sie bitte auf "Beschreibung bearbeiten" und schreiben Sie die Eigene Version des Textes. Die Änderungen in der Beschreibung werden sofort aktiv und für alle sichtbar. Ein Administrator wird Ihre Version der Beschreibung und Definition von 'Arsen' nachher prüfen. Bitte achten Sie auf die Urheberrechte (Copyright). Wir sind für die besseren Beschreibung von 'Arsen' und 'Arsen' Definition sehr dankbar.
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